|
Der Bürgermeister hob ab
ELSDORF. Die Feuerwehr konnte ein neues Fahrzeug in Dienst stellen. Das gut eine halbe Million Euro teure Kombinationsfahrzeug „Multistar“ mit dem prosaischen Namen HuLF (Hubarbeits-Universal- Lösch-Fahrzeug) 20 / 16 ist durch vielfältige Einsatzmöglichkeiten weit mehr als ein Ersatz des über 30 Jahre alten Löschfahrzeuges, das jetzt verkauft werden soll.
Der neue Star der Wehr bringt nicht nur ein knappes Dutzend Feuerwehrleute zum Einsatzort, er verfügt zudem über hochmoderne Lösch- und Rettungstechnik, birgt 1600 Liter Wasser im Bauch und erleuchtet mit einem Flutlichtmast den Einsatzort.
299 PS bewegen den 18-Tonner, aber auch den maximal 30 Meter hohen Teleskoparm, der das Löschfahrzeug zu einer vollwertigen Drehleiter aufwertet, wie sie im Rettungsbedarfsplan vorgesehen ist. In acht Minuten, so der Plan, muss eine Brandbekämpfung und Bergung auch aus der Luft beginnen können, weshalb die Anschaffung nötig geworden war.
Von eine Korb am Ausleger kann mit einem 56 Meter weiten Wasserstrahl gelöscht werden, aber auch eine Krankentrage kann daran befestigt werden, um eingeschlossene Personen zu bergen.
Der katholische Pfarrer Stefan Lischka und sein evangelischer Kollege und ehemalige Elsdorfer Pfarrer Dietger Lerch, selbst Mitglied der Wehr, segneten das Fahrzeug und wünschten ihm wenige Einsätze. „Wir freuen uns, dass das Fahrzeug nun endlich da ist, für das der Rat schon im November 2007 grünes Licht gegeben hatte“, präsentierte Bürgermeister Wilfried Effertz stolz das neue Auto, von dem es bundesweit bislang nur zwei weitere Exemplare gibt. Feuerwehrchef Wolfgang Lorenz und Helmut Kornetzke demonstrierten die Fähigkeiten des neuen Fahrzeugs, in dem sie zusammen mit Effertz im Rettungskorb in die Luft gingen.
Quelle: Kölnische Rundschau vom 08.12.2009 |